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Heim Weiermatte - Prüfung einer Verselbständigung abgeschlossen
Der Gemeinderat hat im Frühjahr 2025 im Wissen um die notwendige Sanierung des Heimes Weiermatte eine erneute Prüfung einer Verselbständigung beschlossen. Hintergrund der Überprüfung war unter anderem auch der Umstand, dass mit den geplanten baulichen Investitionen von mehreren Millionen Franken die Kennzahl der «Pro-Kopf-Verschuldung» in der Gemeinde Menznau in den roten Bereich rutschen wird und deshalb ein Baubeginn immer in Abhängigkeit mit allen anderen Investitionen stehen wird.
Inzwischen hat der Gemeinderat weitere Abklärungen getroffen, u.a. auch bei der kantonalen Finanzaufsicht, und Gespräche mit anderen Gemeinden geführt. Dabei zeigte sich, dass immer mehr Gemeinden, insbesondere auch grössere Gemeinden und Städte die Kennzahl der «Pro-Kopf-Verschuldung» bei Investitionsentscheiden nicht in den Vordergrund stellen. Auch die Finanzaufsicht nimmt bei der Bewertung der Finanzgesundheit der Gemeinden Faktoren wie die Höhe des Steuerfusses und das vorhandene Eigenkapital zur Hilfe und relativiert somit die Nichteinhaltung dieser Kennzahl. Der Gemeinderat teilt die Meinung der Finanzaufsicht und der Fachleute aus Städten und Gemeinden und will die Umsetzung wichtiger Infrastrukturprojekte nicht von allfälligen negativen Kennzahlen abhängig machen.
Heim organisatorisch gut aufgestellt
Nach der ersten Ablehnung der Auslagerung im Mai 2017 durch die Stimmbürger wurde das Heim organisatorisch neu aufgestellt und eine Heimkommission geschaffen. Diese leistet gute strategische Arbeit. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung unter der Leitung von Cristian Di Mercurio wird das Heim zeitgemäss und erfolgreich geführt. Es besteht deshalb kein Bedarf an strukturellen Änderungen. Die meisten Vorteile einer allfälligen Verselbständigung könnten auch durch eine Anpassung der heutigen Richtlinien und Kompetenzen erreicht werden. Nachdem die Gemeinde bzw. der Steuerzahlende letztlich die ganze finanzielle Verantwortung für die wirtschaftlich erfolgreiche Entwicklung des Heimbetriebes trägt, will der Gemeinderat seine Eingriffsmöglichkeiten nicht beschränken und handlungsfähig bleiben.
Rasche Umsetzung der Sanierung steht im Vordergrund
Der Gemeinderat, die Heimkommission wie auch die Geschäftsleitung des Heimes Weiermatte waren in dieser Thematik eng miteinander im Austausch und alle sind sich einig, dass die nötigen Sanierungsarbeiten sowie die Schaffung neuer Räumlichkeiten an erster Stelle stehen. Die Vorbereitung sowie dann die politische Diskussion einer Verselbständigung würden diese nur noch weiter verzögern. Der Gemeinderat und die Heimkommission sind sich deshalb einig, dass der Fokus auf der Sanierung und Aufstockung des Heimes gerichtet werden soll. Deshalb wurde die Baukommission gewählt, so dass die Planungsarbeiten rasch an die Hand genommen werden können.
